Auf der Suche nach Stille
Meine Malerei entsteht aus einer Suche nach Stille. Kohle und Öl sind die Materialien, zu denen ich immer wieder zurückkehre – nicht wegen ihrer Bestimmtheit, sondern wegen ihrer Bereitschaft, sich aufzulösen. Besonders in der Kohle finde ich eine Welt, die nur von Licht und Schatten gehalten wird; ein monochromes Terrain, in dem Formen auftauchen, zögern und sich wieder zurückziehen.
Meine Arbeiten sind gegenständlich, aber nie fest verankert. Die Motive schweben zwischen Erkennen und Verschwinden, wie Erinnerungen, die in Fragmenten an die Oberfläche kommen. Dabei erinnern sie oft an die Ruhe der Schwarz-Weiß-Fotografie, bleiben aber unverwechselbar malerisch: mit weichen Konturen und Texturen, die die Handschrift des Künstlers verraten.
Ich stelle meine Pigmente und Bindemittel oft selbst her, um das Material genau auf jenen Schwellenwert abzustimmen, den ich suche – den Punkt, an dem Kontrolle auf Hingabe trifft. Jedes Bild wird so zu einer Verhandlung zwischen dem, was sichtbar sein will, und dem, was in der Stille verblassen darf. Am Ende ziele ich auf einen destillierten Moment: etwas Fragiles, Atmosphärisches, das den Betrachter verweilen lässt.